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Themendienst-Archiv Baufinanzierung

18. April 2012

Starker deutscher Immobilienmarkt: Sieben gute Gründe für Wohnimmobilien

Auf der Suche nach finanzieller Sicherheit setzen viele Deutsche auf Wohneigentum: Die Preise für Einfamilienhäuser sind 2011 um durchschnittlich 2,5 Prozent gestiegen. Experten der Deutschen Bank nennen sieben Gründe, warum bei Wohnimmobilien in Deutschland weiterhin mit Preissteigerungen zu rechnen ist.

1. Die Deutschen sind kreditwürdig. Deutsche Haushalte sind im internationalen Vergleich nur gering verschuldet. Niedrige Arbeitslosenzahlen verbessern die Kreditwürdigkeit und erhöhen die Investitionsbereitschaft. Auch Investitionen in Wohneigentum sollten davon profitieren.

2. Kleine Haushalte sind auf dem Vormarsch. Besonders junge Leute legen großen Wert auf persönliche Freiheiten. Die Folge: In Deutschland gibt es immer mehr kleinere und Single-Haushalte - dadurch steigt die Nachfrage nach Wohnraum.

3. Investitionen in Wohnimmobilien werden staatlich gefördert. Seit 2008 kann der Erwerb eines selbst genutzten Eigenheims oder einer Eigentumswohnung mit Riesterzulagen staatlich gefördert werden. Das Angebot wird von den Sparern geschätzt und stützt die Nachfrage nach Wohnimmobilien: Bis Ende 2011 wurden laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereits 775.000 Wohnriester-Verträge abgeschlossen.

4. Wohnimmobilien sind erschwinglich. In vielen Industrieländern hat sich in den vergangenen Jahren eine Preisblase am Häusermarkt gebildet. Auch wenn die Preise inzwischen wieder etwas gesunken sind, bleiben Immobilien dort teuer - mit weiteren Preisabschlägen ist also zu rechnen. Anders in Deutschland: Die nominellen Preise für deutsche Wohnimmobilien bewegen sich heute etwa auf dem Niveau von 1999. Gemessen am verfügbaren Einkommen liegen die Hauspreise hierzulande sogar rund 20 Prozent unter ihrem langfristigen Durchschnitt.

5. Klimaschutz ermöglicht Wertsteigerungen. Viele Hausbesitzer möchten etwas für den Klimaschutz tun und geben Geld für die energetische Sanierung ihrer Gebäude aus. Das lohnt sich auch wirtschaftlich: Wenn die Energieeinsparung die Sanierungskosten übersteigt, kann sich der Wert der Immobilie erhöhen.

6. Niedrige Zinsen erleichtern die Finanzierung. Experten der Deutschen Bank prognostizieren: Die Zinsen werden auf absehbare Zeit niedrig bleiben. Das erleichtert es, Wohneigentum zu finanzieren. Besitzer von Mietwohnungen profitieren von einer attraktiven Zinsspanne zwischen Mietrenditen und Finanzierungszinsen.

7. Sichere Anleihen sind unattraktiv. Die niedrigen Zinsen bewirken, dass sichere Staatsanleihen nach Inflation und Steuern kaum noch Erträge bringen. Viele Anleger suchen deshalb nach Alternativen - und wenden sich dem Immobilienmarkt zu. Besonders für Großanleger wie Versicherungen und Pensionsfonds könnte die Anlageklasse Immobilien weiter an Bedeutung gewinnen.

Viele Gründe sprechen also für deutsche Wohnimmobilien. Experten der Deutschen Bank erwarten deshalb, dass die Hauspreise bis 2015 um jährlich drei Prozent steigen. Noch etwas stärker könnte der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen ausfallen. Gemessen am verfügbaren Einkommen ist Wohneigentum in Deutschland damit nicht zu teuer und eine auf Preissteigerungen ausgerichtete, kreditfinanzierte Immobilienblase ist nicht in Sicht. Deutsche Wohnimmobilien sind deshalb attraktiv für Investoren, die jetzt eine Vermögensanlage mit soliden Renditechancen suchen.

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