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Themendienst-Archiv Banking

16. Mai 2012

Gut zu wissen: Vom richtigen Umgang mit der PIN

Schnell Geld abheben, bargeldlos bezahlen – alles kein Problem mit der ec-/ Maestro-Karte. Dazu benötigen Kunden lediglich die zur Bankkarte gehörige Geheimzahl, die Persönliche Identifikationsnummer (PIN). Seit Jahren bieten einige Institute ihren Kunden an, die PIN frei zu wählen und jederzeit am Geldautomaten zu ändern. Thomas Klee, Experte bei der Deutschen Bank, erklärt, was für einen sicheren Umgang mit der PIN zu beachten ist und wie man sich im Falle einer Sperrung nach mehrmaliger Falscheingabe verhalten sollte.

Die ec-/Maestro-Karte ist aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Sie versorgt Bankkunden schnell und einfach mit Bargeld – an nahezu allen Geldautomaten in Deutschland und bei einigen Anbietern sogar an Tankstellen. Darüber hinaus kann die Karte für den bargeldlosen Einkauf verwendet oder am Automaten aufgeladen und als Geldkarte genutzt werden.

Damit sie all diese Funktionen sicher und reibungslos erfüllen kann, gibt es für jede ec-/ Maestro-Karte eine persönliche Identifikationsnummer, kurz PIN. Die PIN erhält jeder Kunde mit separater Post zu seiner ec-/Maestro-Karte in einem verschlossenen Umschlag. Das macht klar: Diese Zahl ist nur für den Kontoinhaber bestimmt. Niemand anderes kennt diese Geheimzahl, auch die Mitarbeiter in der Bank kennen die PINs ihrer Kunden nicht.

Neben der herkömmlichen PIN bieten einige Institute sogenannte Wunsch-PINs an. Das heißt, die Kunden können ihre ursprüngliche PIN am Geldautomaten in eine selbst gewählte Zahlenfolge ändern. Zu diesem Zweck verfügen die Automaten über eine Funktion zur PIN-Verwaltung, die vom Kunden jederzeit genutzt werden kann.

Sicherheit geht vor – auch bei der Wunsch-PIN

„Die PIN ist der Schlüssel zum eigenen Bankkonto", so Thomas Klee. „Sie muss deshalb sorgfältig geschützt werden." Dafür gilt es, einige einfache Regeln zu beachten:

  • Die PIN niemals an Dritte weitergeben, auch nicht an Mitarbeiter der Bank oder Amtspersonen, wie zum Beispiel Polizisten

  • Die PIN niemals notieren und gemeinsam mit der ec-/Maestro-Karte aufbewahren

  • Bei der Wunsch-PIN gelten besondere Vorsichtsregeln: Sie sollte nicht aus einfachen Zahlenfolgen wie 1234 oder 9999 bestehen. Auch der eigene Geburtstag ist zu riskant, wenn die ec-/Maestro-Karte zusammen mit Ausweispapieren gestohlen wird, kann die Geheimzahl leicht erraten werden

  • Bei der PIN-Eingabe – egal ob am Geldautomaten oder beim Händler – sollte das Tastenfeld mit der Hand abgedeckt werden

Dreimal vertippt – da hilft nur der Weg zur Bank

Doch was passiert, wenn einem Kunden seine PIN partout nicht mehr einfallen will? Thomas Klee erklärt: „Um Missbrauch zu vermeiden, wird die ec-/Maestro-Karte gesperrt, wenn die PIN dreimal hintereinander falsch eingegeben wurde. Dabei ist es gleichgültig, ob die Eingaben am gleichen oder an verschiedenen Geldautomaten erfolgt sind. Auch die Zeit spielt keine Rolle – es hilft also nichts, nach einem Fehlversuch ein paar Tage abzuwarten." Eine „verlorene" PIN können aber auch die Mitarbeiter der Bank nicht beschaffen – dem Kunden bleibt nur, eine neue Karte mit neuer PIN zu beantragen. Gegebenenfalls kann er diese dann am Automaten wieder in seine Wunsch-PIN ändern. Gibt der Kunde dagegen nach ein oder zwei Fehlversuchen am Automaten die richtige PIN ein, wird der Fehlbedienungszähler automatisch auf null gesetzt und die ec-/ Maestro-Karte kann genutzt werden wie zuvor.

 

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Christoph Blumenthal
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