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10. Juli 2014

Vermögen aufbauen trotz Niedrigzins: Strategien für Sparer und Anleger

Die deutschen Sparer haben es nicht leicht. Auf gerade 0,15 Prozent hat die Europäische Zentralbank im Juni ihren Leitzins gesenkt, Sparbuch und Tagesgeld bringen weiterhin nur Minizinsen. Wer Vermögen aufbauen will, sollte deshalb Chancen am Kapitalmarkt nutzen, sagt Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank.

1. Die Risikoleiter hinaufsteigen
Ende 2013 hielten die Deutschen laut Bundesbank über 2 Billionen Euro in Bargeld und Spareinlagen – das sind 40 Prozent des gesamten Geldvermögens. Damit drohen Jahr für Jahr reale Verluste in Milliardenhöhe: Zwar erwartet die Deutsche Bank für 2014 nur eine niedrige Inflationsrate von 0,9 Prozent, doch das genügt schon, um den Zins vom Sparbuch aufzufressen. „Eine Zinswende ist vorerst nicht in Sicht“, so Dr. Ulrich Stephan. „Sparer und konservative Anleger sollten deshalb umdenken. Der Kapitalmarkt bietet viele Möglichkeiten, die Risikoleiter hinaufzusteigen und langfristig höhere Renditen zu erzielen. Wichtig ist eine breite Streuung der Vermögenswerte, um die Wertschwankungen des Anlageportfolios möglichst gering zu halten.“

2. Anleihen mit höherer Rendite suchen
Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zuletzt wieder unter 1,3 Prozent – zu wenig für den langfristigen Vermögensaufbau. Anleger, die eine vergleichsweise attraktivere Rendite erzielen wollen, sollten deshalb über höher verzinsliche Anleihen nachdenken. Infrage kommen zum Beispiel Unternehmensanleihen guter Qualität, aber auch Staatsanleihen aus Ländern der Euro-Peripherie wie Italien oder Spanien. Anleger mit höherer Risikobereitschaft könnten Staatsanleihen in lokaler Währung aus Schwellenländern beimischen: Diese können zusätzliche Währungsgewinne bringen und bieten aktuell eine Verzinsung von rund 6,5 Prozent bei entsprechend höherem Risiko. Dr. Ulrich Stephan betont: „Anlagen in höher verzinsliche Anleihen erfordern eine gute Risikostreuung und die Fähigkeit, schnell auf Marktentwicklungen zu reagieren. Anleger sollten deshalb aktiv verwaltete Fondslösungen bevorzugen.“

3. Dividendenstarke Aktien bevorzugen
Aktienanleger profitieren nicht nur von Kurschancen, sondern oft auch von regelmäßigen Ausschüttungen ihrer Unternehmen: den Dividenden. Die durchschnittliche Dividendenrendite der 30 DAX-Unternehmen lag 2014 bei 2,9 Prozent – deutlich über der Verzinsung von Bundesanleihen. Aus Anlegersicht wirken regelmäßige Ausschüttungen wie ein Puffer gegen Kursschwankungen, dämpfen also tendenziell das Risiko. Wie attraktiv ein Dividendentitel ist, muss aber im Einzelfall analysiert werden. Für Anleger, die keine Zeit haben, die Geschäftszahlen einzelner Unternehmen zu studieren, gibt es aktiv gemanagte, auf Dividendenaktien spezialisierte Fonds.

4. Flexible Mischfondslösungen nutzen
Für Anleger, die Chancen wahrnehmen, aber zugleich ihre Risiken begrenzen wollen, können gemischte Anlagen am Aktien- und am Rentenmarkt interessant sein. Klassische Mischfonds investieren in der Regel einen festgelegten Anteil des Fondsvermögens in die beiden Anlageklassen. Moderne Mischfondslösungen gewichten dagegen den Aktien- und Rentenanteil flexibel je nach Marktsituation. Eine solche Lösung ist die sogenannte Best-of-Two-Strategie: „Beim Best-of-Two-Konzept profitiert der Anleger von der Wertentwicklung der überwiegend besser laufenden Anlageklasse“, erklärt Dr. Ulrich Stephan. „Immer, wenn sich ein negativer Börsentrend innerhalb einer Anlageklasse abzeichnet, wird diese im Vergleich zur jeweils anderen Anlageklasse automatisch geringer gewichtet – und umgekehrt.“

5. Immobilienanlagen berücksichtigen
Die eigenen vier Wände spielen beim Vermögensaufbau vieler Bundesbürger eine wichtige Rolle – und das mit Recht. Aber auch als Anlageklasse sind Immobilien interessant: Investments in „Betongold“ bieten im Schnitt eine höhere Verzinsung als Bundesanleihen und können deshalb auch für konservativ ausgerichtete Anleger eine interessante Alternative sein. Offene Immobilienfonds guter Qualität ermöglichen den Einstieg schon mit wenig Kapital und bieten meist eine breite Risikostreuung über mehrere Regionen und Nutzungsarten hinweg.

6. Liquide Mittel ertragreich „parken“
Kapital, das nicht langfristig angelegt werden soll – zum Beispiel, weil bald eine größere Anschaffung ansteht – sollte in der Zwischenzeit mit möglichst hohem Zinsertrag geparkt werden. Dafür sind Festgeldanlagen geeignet: Sie sind sicher und bieten oft eine höhere Verzinsung als Sparbuch oder Tagesgeld. Nach dem vereinbarten Zeitraum kann über das Kapital wieder frei verfügt werden.


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