Berufsunfähigkeitsversicherung: Kombinierte Policen bieten Absicherung mit Rückzahlung
Frankfurt am Main, 28.04.2011

Eine Berufsunfähigkeitspolice gehört zu den wichtigsten Versicherungen – betont der Bund der Versicherten. Die eigene Arbeitskraft zu verlieren stellt fast immer eine existenzielle Bedrohung dar und viele Beschäftigte unterschätzen das Risiko, erwerbsunfähig zu werden. Sie glauben, ihnen wird schon nichts passieren, aber die Realität sieht anders aus: Jeder vierte Erwerbstätige scheidet aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Vorsorge-Experten der Deutschen Bank erläutern, wie man sich mit der geeigneten Police gegen Berufsunfähigkeit absichern kann und zusätzlich von Kapitalauszahlungen profitiert.

Die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind vielschichtig. Viele denken, dass Unfälle die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit sind. Tatsächlich machen sie jedoch nur einen Anteil von 10 Prozent  aus. Die Hauptursachen für Berufsunfähigkeit liegen vielmehr in psychischen Leiden (25 Prozent) sowie in Herz- und Krebserkrankungen (25 Prozent). Immer öfter trifft es "typische" Angestellte. Für junge Menschen, die berufsunfähig werden, ist die Situation noch schwieriger, denn alle ab 1961 Geborenen erhalten nur noch eine Erwerbsminderungsrente, wenn sie weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten können. Der zuletzt ausgeübte Beruf spielt dabei, im Gegensatz zur privaten Berufsunfähigkeits-
versicherung, keine Rolle. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt etwa 32 Prozent des letzten Bruttogehalts, wenn die Voraussetzungen einer Erwerbsunfähigkeit erfüllt sind. Ist das Arbeitsvermögen höher, schrumpft die staatliche Rente auf die Hälfte oder entfällt ganz.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung hat das Ziel, diesen Minderverdienst auszugleichen. Wird der Versicherte berufsunfähig, zahlt die Police bis zum Laufzeitende die vertraglich vereinbarten Leistungen, auch wenn er noch in einem anderen als seinem zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten könnte. Stephan Moltzen, Vorsorge-Experte der Deutschen Bank, empfiehlt Erwerbstätigen, den Berufsunfähigkeitsschutz möglichst in jungen Jahren abzuschließen: "Je früher der Versicherungsschutz beginnt, desto niedriger ist die Prämie – und das über die gesamte Vertragslaufzeit. Und alle nach Vertragsbeginn eintretenden Krankheiten sind mitversichert, ohne dass die Gesellschaft nachträglich einen Beitragszuschlag berechnet."

Das Dilemma, jahrelang in einen Vertrag einzuzahlen und diesen am Ende nicht in Anspruch zu nehmen, hält viele Berufstätige davon ab, sich abzusichern. Verschiedene Anbieter geben dafür eine so genannte "Geld-zurück-Option". Bei dieser wird zum Beispiel eine Fonds-Rentenversicherung mit einem Berufsunfähigkeitsschutz kombiniert. Unabhängig von einer Berufsunfähigkeit erhält der Versicherte in diesem Fall am Ende der Vertragslaufzeit die eingezahlten Beiträge nahezu vollständig zurück.

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